TowerZERO Handbuch
Anleitung für Betreiber, Vorstände und Betriebsleiter. Dieses Handbuch beschreibt die Bedienung über das Web-Dashboard - keine Technik, keine Kommandozeile. Für Installation und Hardware siehe README.md (Entwickler-Dokumentation).
Dieses Handbuch ist direkt im Dashboard lesbar: Menüpunkt Hilfe (Seite /hilfe). Diese Datei ist die Quelle dafür - Änderungen hier erscheinen nach dem nächsten Update automatisch in der Hilfe-Sektion.
Stand: 13.08.2026.
Wie TowerZERO Flüge erkennt
TowerZERO hört mit mehreren Empfängern gleichzeitig zu und baut daraus automatisch Flugbuch-Einträge:
- ADS-B / Transponder (1090 MHz): Motorflugzeuge, Hubschrauber und alle Luftfahrzeuge mit Transponder - Kennung, Typ, Position, Höhe.
- FLARM / OGN (868 MHz): Segelflugzeuge, Motorsegler und UL mit FLARM - über das Open Glider Network und, je nach Ausbaustufe, über einen eigenen Receiver direkt am Platz.
- Flugfunk: Das System hört die Platzfrequenz mit und erkennt Meldungen wie Start-, Landungs- und Positionsrufe (Spracherkennung nach den offiziellen Sprechfunkverfahren).
Eine Fusions-Logik führt die Quellen zusammen: sieht ADS-B und Funk dasselbe Flugzeug, entsteht trotzdem nur ein Eintrag. Platzrunden mit Touch-and-Go werden als ein Trainingsblock mit Zähler geführt, nicht als viele Einzelflüge. F-Schlepp-Paare (Schlepper + Segler) erkennt das System und verknüpft beide Einträge.
Was Sie dazu wissen sollten:
- Der Geofence bestimmt, was zählt. Nur Bewegungen im eingestellten Radius um den Platz (und unterhalb der eingestellten Höhe) werden erfasst. Durchflüge ohne Landung werden gefiltert.
- Die Erfassungsquote liegt bei ca. 95-97%. Einzelne Flüge können fehlen - typisch, wenn ein Gerät an Bord ausgeschaltet war. Das Flugbuch ist eine sehr gute Grundlage, ersetzt aber nicht den prüfenden Blick.
- Am Boden ist Funkstille normal. FLARM und Transponder sind bei abgestellten Maschinen meist aus. Ein Flugzeug wird in der Regel erst mit dem Start sichtbar - leere Anzeigen bei vollem Vorfeld sind kein Fehler.
- Anonyme FLARM-Kennungen (ohne hinterlegtes Kennzeichen) werden als solche geführt. Je besser die Heimat-Flotte gepflegt ist, desto mehr davon bekommt einen Namen (siehe Kapitel Heimat-Flotte).
- Alle Zeiten im System sind UTC.
Kapitel: Dashboard
Die Startseite zeigt den heutigen Flugbetrieb auf einen Blick:
- Bewegungen heute: Starts, Landungen, Einträge gesamt, davon bestätigt und offen.
- Quellen heute: über welche Empfangswege die heutigen Bewegungen erkannt wurden - praktisch als schneller Gesundheits-Check: fehlt eine Quelle komplett, lohnt ein Blick in die Einstellungen (Antennen-Status).
- Letzte Flugbewegungen: die jüngsten Einträge mit Kennzeichen, Muster, Zeiten, Quellen und Status.
Die Seite aktualisiert sich alle 30 Sekunden von selbst.
Kapitel: Flugbuch
Das vollständige Flugbuch aller erfassten Bewegungen (Aufbewahrung: 2 Jahre, danach automatische Anonymisierung).
- Filtern: Zeitraum über die Felder "Von" und "Bis" eingrenzen.
- Spalten: Kennzeichen, Callsign, Muster, Start- und Landezeit (UTC), Herkunft/Ziel, Besatzung, Passagiere, Flugart, Quellen, Status.
- CSV-Export: der Knopf "CSV-Export" lädt den gefilterten Zeitraum als Datei für Excel herunter.
Der Status eines Eintrags ist entweder offen (automatisch erfasst, noch nicht geprüft) oder bestätigt (ein Mensch hat die Angaben geprüft oder ergänzt). Bestätigen geht auf zwei Wegen - siehe das nächste Kapitel.
Kapitel: Flüge bestätigen und ergänzen
Das Gesetz verlangt zu jedem Flug einige Angaben, die die Sensorik nicht wissen kann: Besatzung, Passagiere, Flugart. Dafür gibt es zwei Seiten mit gleichem Zweck und unterschiedlicher Zielgruppe:
Bestätigen (für Betriebsleiter/Turm): alle offenen Flüge untereinander, mit Eingabefeldern direkt in der Liste:
- Besatzung und Passagiere als Zahl.
- Flugart: Platzrunde, Überlandflug, Schulung, F-Schlepp, F-Schlepp (geschleppt), Gewerblich oder Sonstig. Die Flugart "Schulung" steuert nebenbei die Schulflug-Ermäßigung der Abrechnung (falls aktiviert).
- Start- und Zielflugplatz: der Klarname genügt (z.B. "Bad Neuenahr") - der ICAO-Code wird automatisch nachgeschlagen.
- "Bestätigen" speichert und setzt den Status.
Pilot-Portal (für Piloten): dieselben offenen Flüge als Karten mit allen erkannten Details - Zeiten, Platzrunden mit Einzelzeiten zum Aufklappen, F-Schlepp-Kennzeichnung ("schleppt" / "im Schlepp hinter ..."). Über "Ergänzen & Bestätigen" trägt der Pilot seine Angaben selbst nach. Das Portal ist über die öffentliche Adresse der Box erreichbar - Piloten brauchen kein Login.
Kapitel: Heimat-Flotte
Unter Einstellungen erreichbar (Seite /admin/aircraft): die Liste der am Platz stationierten Flugzeuge. Sie ist das Gedächtnis des Systems - je besser gepflegt, desto besser werden Erkennung, Zuordnung und Abrechnung:
- Ein erkanntes Flugzeug aus der Heimat-Flotte bekommt automatisch Kennzeichen, Muster und Vereinszuordnung in seine Flugbuch-Einträge.
- Der Eigentümer-Name ist die Rechnungsadresse der Abrechnung (Gruppierung nach Halter).
- MTOW und Gebühren-Einstufung braucht der Matrix-Modus der Abrechnung.
- Schleppkupplung und Eigenstart (bei Motorseglern) helfen der F-Schlepp-Erkennung.
Felder je Flugzeug: Callsign (Funk), Registration, Wettbewerbs- kennzeichen (Segler), Muster, ICAO-Hex (Transponder), FLARM-ID, OGN- Callsign, Kategorie (Segelflugzeug, Motorsegler/TMG, Motorflugzeug, Ultraleicht, Hubschrauber), Eigentümer-Typ (Verein, Flugschule, Privat, Gewerblich), Eigentümer-Name, Schleppkupplung, Eigenstart, MTOW, Gebühren-Einstufung, Notizen. Die Kategorie überstimmt die automatische Klassifizierung - im Zweifel hier explizit setzen.
Zwei Helfer nehmen Ihnen Arbeit ab:
- Auto-Vorschläge: Flugzeuge, die regelmäßig am Platz starten, aber noch nicht in der Liste stehen, schlägt das System mit allen bekannten Daten vor - ein Klick übernimmt sie.
- Unzugeordnete FLARM-IDs heute: FLARM-Kennungen ohne bekanntes Kennzeichen, die heute mehrfach am Platz waren, lassen sich per Auswahlmenü direkt einem Flugzeug der Heimat-Flotte zuordnen.
Kapitel: Live-Karte
Die Live-Karte (Menüpunkt "Karte") zeigt den aktuellen Luftraum um den Platz:
- Flugzeuge in Echtzeit mit Kennung, Höhe und Spur; die Farbe entspricht der Höhe.
- Der Geofence-Radius ist eingezeichnet - was innerhalb liegt, wird erfasst.
- Kartenebenen: Straßenkarte und topografische Karte, optional ein Luftraum-Overlay (falls eingerichtet).
Die Karte dient der Anschauung und Kontrolle ("sieht das System, was ich sehe?") - das Flugbuch entsteht unabhängig davon.
Kapitel: FLARM lokal (Zusatzfunktion)
Der Menüpunkt "FLARM" zeigt den direkten FLARM-Empfang der eigenen Antenne: alle in den letzten 24 Stunden empfangenen Flugzeuge mit Distanz, Höhe und Beobachtungszahl - auch solche außerhalb des Geofence. Nützlich für Segelflugbetrieb (Reichweiten-Kontrolle, wer war heute in der Luft) und für die Antennen-Diagnose.
Diese Funktion erfordert zusätzliche Empfangs-Hardware und einen Freischaltcode; ohne Freischaltung zeigt die Seite einen entsprechenden Hinweis. Aktivierung in den Einstellungen, Sektion OGN/FLARM.
Kapitel: Flugbuch-Widget für die Vereins-Webseite
Das Flugbuch lässt sich in die eigene Webseite einbetten. Die Seite /embed/docs liefert den fertigen Code zum Kopieren (ein Iframe) samt Vorschau.
- Kein Login nötig: Besucher sehen die Flüge von heute und gestern; Piloten können ihre Angaben direkt im Widget ergänzen.
- Datenschutz: Angezeigt werden nur Daten, die ohnehin öffentlich empfangbar sind (Kennzeichen, Zeiten). Ergänzte Angaben wie Besatzung und Passagiere werden gespeichert, aber nicht öffentlich angezeigt.
- Missbrauchsschutz: Speichern ist auf 30 Vorgänge pro Minute und Absender begrenzt.
- Das Widget bezieht die Daten live von der TowerZERO-Box; ist sie offline, zeigt es eine Fehlermeldung.
Kapitel: Abrechnung (Landegebühren)
Was die Funktion macht
TowerZERO erfasst Landungen automatisch. Die Abrechnungsfunktion macht daraus eine Abrechnungsgrundlage: sie gruppiert alle Landungen nach Halter, rechnet sie mit Ihrer Gebührentabelle aus und exportiert das Ergebnis als CSV, druckbaren Beleg oder Rechnungsentwurf.
Drei Grundsätze, die Sie kennen sollten:
- Automatische Erfassung, ehrlich ausgewiesen. Die Erfassungsquote liegt bei ca. 95-97%. Jede Aufstellung ist eine Grundlage zum Prüfen, kein geprüftes Rechnungsdokument. Nicht zuordenbare Flugzeuge (z.B. anonyme FLARM-Kennungen) werden sichtbar als eigene Position ausgewiesen - das sind Ihre entgangenen Gebühren.
- Jedes Aufsetzen zählt als Landung. Platzrunden mit Touch-and-Go werden mitgezählt (übliche Regelung genehmigter Gebührenordnungen).
- Alle Beträge sind netto. Umsatzsteuer kommt bei der Rechnungsstellung obendrauf.
Einschalten
Die Funktion ist ab Werk ausgeschaltet und stört den reinen Flugbuch-Betrieb nicht. Zum Aktivieren:
- Einstellungen öffnen und ganz nach unten scrollen.
- Haken bei "Abrechnungsfunktion (Landegebühren) aktivieren" setzen.
- Danach erscheint der Link "Zur Abrechnung" und die Seite
/admin/abrechnung.
Die Gebührentabelle einrichten
Die Gebührentabelle pflegen Sie einmalig von Hand - danach steht sie. Es gibt zwei Modi (Auswahl oben auf der Abrechnungsseite, mit "Modus speichern" bestätigen):
Einfach (6 Klassen) - für die meisten Vereinsplätze ausreichend. Ein Betrag je Landung für jede Klasse:
- Ultraleicht
- Segelflugzeug
- Motorsegler (TMG)
- Hubschrauber
- Motorflugzeug
- Standard / Sonstige (Auffangklasse, wenn nichts anderes passt)
Die Klasse wird automatisch aus Kennzeichen und Flugzeugtyp erkannt. Hinweis zu Motorseglern: echte Touring-Motorsegler (z.B. SF 25 Falke, Super Dimona, G109) fallen in die TMG-Klasse. Segelflugzeuge mit Heimkehrhilfe (z.B. Discus-2cT) gelten weiter als Segelflugzeug - sie starten im Schlepp und landen wie Segler.
Matrix (Kategorien x MTOW) - für Plätze mit genehmigter Gebührenordnung nach Lärmkategorien und Gewichtsklassen (Muster: Verkehrslandeplätze wie Bonn/Hangelar). Sie legen eigene Kategorien als Zeilen an (z.B. "Lärmkategorie A", "Lärmkategorie B"), jeweils mit Beträgen für die Gewichtsstufen:
- bis 1.000 kg / bis 1.200 kg / bis 1.400 kg / bis 2.000 kg (Festbeträge)
- über 2.000 kg: ein Satz je angefangene 1.000 kg Höchstabfluggewicht
Zusätzlich möglich:
- Pauschale: Trägt eine Zeile einen Betrag in der Spalte "Pauschale", werden die Gewichtsstufen ignoriert - typisch für die Segelflug-Pauschale.
- Segler-Default: Genau eine Zeile kann als Standard für Segelflugzeuge markiert werden. Alle als Segler erkannten Flugzeuge ohne eigene Einstufung landen automatisch dort.
Damit die Matrix rechnen kann, braucht jedes Flugzeug zwei Stammdaten in der Heimat-Flotte (Seite /admin/aircraft):
- MTOW (kg): Höchstabfluggewicht laut Zulassung.
- Gebühren-Einstufung: der Name der Matrix-Zeile, exakt wie in der Tabelle benannt (z.B. "Lärmkategorie A").
Für Gäste gilt die übliche Nachweis-Logik genehmigter Gebührenordnungen:
- Gast mit bekanntem MTOW, aber ohne Einstufung: es gilt die teuerste Kategorie seiner Gewichtsklasse ("ohne Nachweis").
- Gast ohne MTOW: das Flugzeug wird als "nicht einstufbar" mit 0,00 ausgewiesen - das System rät nicht. Tragen Sie das MTOW nach (Flugzeug in die Heimat-Flotte aufnehmen genügt, auch für regelmäßige Gäste), dann rechnet der nächste Export korrekt.
Einzel-Sätze je Kennzeichen gibt es in beiden Modi: ein fester Betrag für ein bestimmtes Kennzeichen schlägt jede Klasse und jede Matrix. Praktisch auch als 0,00 - etwa für gebührenfreie Behörden-Dienstflüge.
Schulflug-Ermäßigung: Optional können Sie einen Prozentsatz hinterlegen (Feld neben der Modus-Auswahl). Er wird automatisch abgezogen, wenn beim Flugbuch-Eintrag die Flugart "Schulung" eingetragen ist. Die Flugart pflegen Sie von Hand am Eintrag - das System erkennt Schulflüge nicht selbst. Im Beleg erscheint der Abzug transparent als "Schulflug (-X%)".
Abrechnungslauf: abrechnen ohne etwas zu vergessen
Das System arbeitet nach dem Prinzip "noch nicht abgerechnet":
- Die Seite zeigt unter "Offene Landungen" alles, was seit dem letzten Lauf aufgelaufen ist - gruppiert nach Halter, mit Summen.
- "Lauf abschließen + CSV" nimmt genau diese Landungen in einen neuen, nummerierten Lauf und lädt die CSV-Datei herunter. Jede Landung landet in genau einem Lauf - nie doppelt, nie vergessen. Nachträge (später erkannte Landungen) erscheinen automatisch im nächsten Lauf.
- "CSV-Vorschau exportieren" lädt dieselbe Aufstellung herunter, ohne einen Lauf abzuschließen - zum Prüfen vorab.
- Option "Vereinsmaschinen ausnehmen": Die Maschinen des betreibenden Vereins (Halter-Typ "Verein" in der Heimat-Flotte) erscheinen dann nicht auf der Rechnung. Der Lauf verbucht sie trotzdem, damit sie sich nicht als "offen" stauen.
- Abgeschlossene Läufe stehen unten auf der Seite und lassen sich jederzeit erneut als CSV oder Beleg herunterladen. Wichtig: Re-Downloads rechnen mit den dann aktuellen Gebührensätzen; die Summen-Spalte der Tabelle zeigt den Stand beim Abschluss.
Die CSV-Datei ist für Excel (deutsche Version) vorbereitet: Semikolon-getrennt, Beträge mit Komma.
Belege: die Lande-Übersicht
Der Beleg ist eine informative Aufstellung - ausdrücklich kein Rechnungsdokument und keine Zahlungsaufforderung. Er trägt einen entsprechenden Hinweis im Fußtext. Es gibt ihn in zwei Zuschnitten:
- Tagesbeleg: alle Landungen eines Kalendertags. Datum wählen, "Tagesbeleg ansehen" - fertig. Der Tagesbeleg ist rein informativ und verbucht nichts.
- Lauf-Beleg: der Einzelnachweis zu einem abgeschlossenen Lauf (Link "Beleg" in der Lauf-Tabelle) - als Anlage zur Abrechnung.
Beide zeigen ein Blatt je Halter mit allen Flügen, Sätzen und Summen. Drucken im Browser erzeugt ein PDF (Knopf "Drucken / als PDF sichern" - im Druck-Dialog "Als PDF sichern" wählen).
Tagesabschluss: Belege per E-Mail versenden
Wer abends den Platz abschließt, kann die Belege des Tages mit einem Klick verschicken: "Tagesabschluss: Belege senden".
- Die interne Empfängerliste (z.B. Betriebsleiter, Buchhaltung) erhält den Gesamtbeleg mit allen Haltern.
- Halter mit hinterlegter E-Mail-Adresse erhalten **nur ihren eigenen** Beleg. Die Adressen pflegen Sie in der Tabelle "Halter-E-Mail-Adressen" auf der Abrechnungsseite. Halter ohne Adresse werden einfach übersprungen.
- Jeder Versand wird protokolliert (Anzeige der letzten Sendungen auf der Seite).
Voraussetzung ist ein eingerichteter E-Mail-Versand über das Postfach des Betreibers - das wird einmalig bei der Einrichtung der Box hinterlegt (Abschnitt billing.email in der Konfiguration, übernimmt in der Regel der TowerZERO-Service). Solange kein Versand eingerichtet ist, zeigt die Seite einen Hinweis und der Knopf erscheint nicht.
Übergabe an die Buchhaltungs-Software
Statt CSV-Handarbeit kann TowerZERO abgeschlossene Läufe direkt als Rechnungsentwürfe an Papierkram übergeben (Knopf "Entwürfe anlegen" in der Papierkram-Spalte des jeweiligen Laufs). Je Halter entsteht ein Entwurf mit allen Positionen; geprüft und verschickt wird in der Buchhaltungs-Software - TowerZERO stellt keine Rechnungen. Die Übergabe ist wiederholungssicher: bereits übergebene Halter werden beim zweiten Klick übersprungen. Voraussetzung ist ein Papierkram-Konto des Betreibers (API-Zugang in der Konfiguration). Weitere Anbieter (Lexware Office, Billomat) sind vorbereitet, aber noch nicht verfügbar.
Was die Abrechnung bewusst nicht kann
- Hubschrauber-Schwebeflüge (Gebühr je angefangene Minuten) kann das System nicht zuverlässig messen - bitte von Hand nachtragen.
- Komplexe Schulflug-Regelwerke (Ermäßigung nur zu bestimmten Zeiten, Mindestbeträge, nur bestimmte Lärmkategorien) bildet das Prozentfeld nicht ab - es rechnet einen einheitlichen Abzug.
- Notlandungen und andere Einzelfall-Befreiungen: den betroffenen Eintrag vor dem Lauf-Abschluss im Flugbuch korrigieren, oder für dauerhaft befreite Kennzeichen einen Einzel-Satz von 0,00 anlegen.
- Abstellgebühren (pro Nacht) erfasst das System nicht - es zählt Landungen, keine Standzeiten.
- Jahres-Rückerstattungen (z.B. für Segelflug-Vereine) rechnen Sie außerhalb; die Läufe liefern die Summen dafür.
Kurz-Checkliste für die Einrichtung
- Einstellungen: Abrechnungsfunktion aktivieren.
- Gebührenmodus wählen (Einfach oder Matrix), Beträge eintragen, speichern.
- Heimat-Flotte prüfen: Halter-Namen gesetzt? Bei Matrix: MTOW und Einstufung je Maschine?
- Optional: Einzel-Sätze (z.B. 0,00 für Behördenflüge), Schulflug-Ermäßigung, Halter-E-Mail-Adressen.
- Nach ein paar Tagen: CSV-Vorschau prüfen, ersten Lauf abschließen.
Kapitel: Einstellungen
Die Einstellungen-Seite bündelt Konfiguration und Systemzustand. Die technische Einrichtung (Empfänger, Frequenzen, Datenquellen) übernimmt in der Regel der TowerZERO-Service - im Alltag sind vor allem diese Bereiche interessant:
- Flugplatz und Geofence: Stammdaten des Platzes und der Erfassungsbereich (Radius und Maximalhöhe). Änderungen hier wirken direkt darauf, was ins Flugbuch kommt.
- Antennen-Status: eine Ampel je Empfangsweg (ADS-B, FLARM, Funk) mit Empfangsraten und Plausibilitäts-Bewertung. Erster Anlaufpunkt bei der Frage "empfängt die Box noch richtig?".
- Watchdog und System-Status: Überwachung der internen Dienste. Meldet sich der Watchdog dauerhaft, den Support kontaktieren.
- Datenbank & Export: Aufbewahrung und CSV-Export.
- Zusatzfunktionen (ganz unten): der Haken für die Abrechnungsfunktion (siehe Kapitel Abrechnung).
Als Faustregel: Statusanzeigen ansehen ist immer gefahrlos; Konfigurationswerte nur ändern, wenn klar ist, was sie bewirken - im Zweifel vorher den Support fragen.
Kapitel: Support
Unter Einstellungen gibt es das Support-Formular (Seite /admin/support): Anliegen beschreiben, absenden - daraus entsteht direkt ein Ticket beim TowerZERO-Support. Die wichtigsten Systeminformationen (Version, Konfigurationsstand) werden automatisch mitgesendet, damit die Diagnose ohne Rückfragen starten kann.
Für alles andere: westkueste.net oder der bekannte direkte Draht.